'Vielsaitige' Musik für Flöte und Harfe


 

Susanne Schneider - Flöte / Susanne Krumpfer - Harfe

 

Wie so vieles beginnt auch unsere gemeinsame Geschichte an einem Kaffeeautomaten. In unserem Fall stand er in der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ in Dresden, an der wir beide studierten (Flöten-Suse 1990-1997; Harfen-Suse 1993-1999). Erst trafen wir uns zufällig, später absichtlich und schließlich mit Vorsatz. Bei kalt werdenden Kaffees und süßem Zitronentee in immer länger werdenden Schwatzpausen entdeckten wir, dass uns nicht nur der Vorname „Susanne“ verbindet. Es gab da noch viele andere Gemeinsamkeiten und vor allem Ideen, an deren Umsetzung wir uns versuchen wollten und so beschlossen wir, als „Duo Leggieramente“ fortan zusammenzuspielen.

 

Ganz so einfach war es dann doch nicht, denn es fehlte uns vor allem eines – gemeinsame Zeit. Flöten-Suse bekam 1994 mitten im Studium eine Stelle im MDR-Sinfonieorchester und Harfen-Suse verwirklichte ihre Auslandsstudien in Wien und London. Nachdem sie wieder im Lande war, war sie von 1998-2006 Soloharfenistin in der Neuen Lausitzer Philharmonie. In dieser Zeit spielten wir pro Jahr zwei bis drei Konzerte mit dem üblichen Flöte-Harfe-Repertoire. Unsere Ideen, die wir am Kaffeeautomaten hatten, schlummerten weiter.

 

Doch wo kommen wir eigentlich her? 

Wir wuchsen beide in Dresden auf, in einem Umfeld, wo Töne in der Luft lagen.

 

Bei mir, Flöten-Suse, war es der Großvater, der als Kantor schon früh die Musik ins Spiel brachte, bei dem ich am Klavier auf dem Schoß saß und der mir wohl die erste Blockflöte schenkte, die leider hoffnungslos an Kekskrümeln zugrunde ging. Doch er weckte in mir die Lust, musikalisch mitreden zu wollen und so verstärkte ich bald mit Blockflöte und Klavier die familiäre Hausmusik. Mit 14 wendete ich mich dann der Querflöte zu und spielte in verschiedenen Gruppen (von Barocktrio über Querflötenensemble und Bläserquintett hin zu Blasorchester und Jugendsinfonieorchester). Schon immer interessierten mich auch andere Flöteninstrumente und wann immer ich flötenähnlich aussehende Instrumente sah, probierte ich sie aus. Ich träumte davon, in ferne Länder reisen zu können, um viel ausprobieren zu können, doch ich lebte in der DDR. Als ich 17 war, kam die politische Wende, die Welt stand mir offen und alles war möglich. Mit 18 (1990) begann ich mein Studium in Dresden und reiste in den Semesterpausen mit schmalem Bugdet und Fahrrad in Europa herum. Ich lernte dabei viel und hatte noch mehr Ideen.

 

Auch ich, Harfen-Suse, war in Dresden in einer musikalischen Familie zu Hause. Mein Vater spielte in der Staatskapelle Dresden und Musik war bei uns großes Thema. Wie mein großer Bruder wollte ich auf die Spezialschule für Musik gehen. Doch mit der Querflöte, die nach der Blockflöte folgte, verband mich wenig, so wollte ich das Instrument wechseln. Auf die dahingeworfene Idee meiner Oma: „Probier`s doch mal mit Harfe“ organisierte ich eine Probestunde und hatte mein Traum-Instrument gefunden. Sofort bestand ich die Aufnahmeprüfung an der Spezi, wie mein Bruder seine Schule nannte, und ich fand dort meine nicht nur musikalische Heimat inmitten gleichgesinnter Musiknarren. Nach der Schule studierte ich in Dresden neben Orchestermusik Harfe auch mit viel Vergnügen Pädagogik-Harfe und Rhythmik. Ich entdeckte neue Ausdrucks- und Anwendungsmöglichkeiten der Musik im kindlichen, ursprünglichen Zugang zur Musik mit all seinen Entdeckungen auf spielerische und experimentelle Weise. Bald genügte mir meine kleine musikalische Welt nicht mehr und es zog mich zu weiteren Studien nach Wien, später nach London.

 

Nachdem wir uns nach dem Studium mit all unseren Aufgaben eingerichtet hatten und eigentlich endlich Zeit gehabt hätten, unsere Ideen zu verwirklichen, lernten wir unsere Partner kennen, gründeten Familien, bauten Häuser und pflanzten Bäume, gründeten und unterstützten Kulturvereine und vieles mehr.... Aber Ausprobieren war und ist für uns immer groß geschrieben. Wir entdeckten beide auf unterschiedlichen Wegen die Lust, Geschichten zu erzählen. Natürlich in erster Linie für unsere Kinder, aber auch rein musikalisch in unseren Konzerten für Groß und Klein.

Wir planten die ersten Programme mit „poetisch-musikalischem“ Hintergrund und entwarfen für Kinder spezielle Programme, die die Musik für Flöte und Harfe besonders beleuchten und in den Tiefen der Musikgeschichte wühlen. Unsere eigenen Kinder wurden größer und unsere gemeinsamen Projekte auch. Heute bieten wir neben unseren abwechslungsreichen Konzertprogrammen auch einige Schulkonzertprogramme an. So wie es uns möglich ist, finden wir uns zu Proben und Konzerten zusammen und haben gemeinsam Spaß, Neues zu entdecken. Wer weiß, wo unser Weg noch hinführt...

 

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Und hier ist noch der offizielle Text, der meist für Programmhefte genutzt wird:

 

Dresden ist die Heimat der beiden Musikerinnen. Dort begannen beide bereits im frühen Kindesalter ihre musikalische Ausbildung auf der Blockflöte und dem Klavier. Während sich Susanne Schneider später auf die Querflöte spezialisierte, wechselte Susanne Krumpfer zur Harfe.

 

Beide studierten an der Hochschule für Musik "Carl Maria von Weber" in Dresden. Susanne Schneider von 1990-1997, zunächst bei Siegfried Teubel, später bei Prof. Ulrich Philipp. Susanne Krumpfer absolvierte nach dem Dresdner Grundstudium bei Vicky Müller Aufbaustudien in Wien bei Prof. Adelheid Blovski-Miller, in London (als Stipendiatin des DAAD) bei Prof. Daphne Boden und Prof. Rachel Masters und in Leipzig bei Prof. Max Koch. Schon vor Beendigung ihres Instrumental-Studiums erhielten beide feste Anstellungen in sächsischen Orchestern. Susanne Schneider spielt seit 1994 als Flötistin im Sinfonieorchester des Mitteldeutschen Rundfunks, Susanne Krumpfer war von 1998 bis 2006 als Soloharfenistin in der Neuen Lausitzer Philharmonie. Seitdem ist sie freischaffend und arbeitet auch als Musikpädagogin für Harfe und musikalische Früherziehung. Als Vorsitzende des Königsbrücker Kunst- und Kulturvereins engagiert sie sich für bereichernde Angebote im Kulturleben in der Region Westlausitz.

 

Bereits im Studium begannen sie mit dem gemeinsamen Musizieren und fanden sich im Laufe der Jahre zum Duo zusammen. Der Name „leggieramente“ wurde Programm für die beiden Musikerinnen: leicht und perlend ist die Musik, die sie spielen, ungezwungen ihr Kontakt zum Publikum. Ihr Repertoire reicht von Bach, Mozart und Rossini über die französischen Impressionisten Debussy, Tournier, Fauré und bis in die Moderne. Sie bieten thematische Programme musikalisch-poetischer Art mit Augenzwinkern und Tiefgang für Groß und Klein. 

 


 

leggieramente

 

musikalische Bezeichnung (ital.): leicht, perlend, ungezwungen, anmutig, spielerisch, wie im flüchtigen Staccato; 

con leggierezza: mit Leichtigkeit, ohne Schwere  

Willkommen!

Duo Leggieramente... das sind die Flötistin Susanne Schneider und die Harfenistin Susanne Krumpfer. Erfahren Sie auf dieser Website mehr über uns und unsere Programme, schauen Sie Bilder an und wenn Sie möchten, kontaktieren Sie uns! 


 

Wir freuen uns über Ihr Interesse!